NORDHESSISCHE REGIONALAUSWAHL

CHRONIK

14. Sylter Bank AltligaCup

Kurz vor dem Finale gestoppt

Sylter BankCup: Regionalauswahl verpasst Pokalverteidigung
 

Als die Mannschaft der Nordhessischen Fußball-Regionalauswahl (NRA) im Juni in Richtung Sylt aufbrach, war die Marschrichtung klar: Der im Jahr zuvor mit dem 4:0 gegen den TSV Plön errungene Triumph beim Sylter Bank AltligaCup des TSV 66 Tinnum sollte in der 14. Auflage des Wettbewerbs wiederholt werden. Eine schwere Aufgabe für die 15 Kicker aus dem Nordhessenland, denn weitere 35 gemeldete Mannschaften wollten die Pokalverteidigung der Schützlinge von Trainer Uwe Habedank mit aller Macht verhindern.

Dass die Mission Pokalverteidigung für die Nordhessen-Auswahl kein Selbstläufer werden würde, zeigte sich bereits in der Auftaktpartie. Bei sommerlichen 26 Grad erwies sich der TSV Wankendorf als harter Prüfstein. Die mitgereisten 17 Fans, darunter NRA-Präsident Hartmut Schäfer, mussten nach dem 0:1 lange bangen, ehe Bruno Luis zumindest noch den Ausgleich erzielen konnte. Puh, nochmal gut gegangen!

Auch im zweiten Spiel kamen die Habedank-Schützlinge gegen den SV Boostedt erst langsam auf Touren, ehe Mike Reinemann und Alex Bazzone den 2:0-Sieg unter Dach und Fach brachten.

Die dritte Partie gegen den TSV Selent brachte ebenfalls einen 2:0-Erfolg für die NRA-Auswahl, für die diesmal Reinemann und Kalle Wegendt trafen.

Danach musste Trainer Uwe Habedank alle Register ziehen, um seine Schützlinge auf das vermeintlich schwerste Spiel der Vorrunde einzustimmen. Gegner waren jetzt die Altherren des VfL Wolfsburg, und so begann die Partie auch mit spielerischen Vorteilen für die „Wölfe“. Doch für den ersten Knaller sorgte dann Christopher Minne, der in der 11. Minute mit herrlichem Fernschuss das 1:0 erzielte. Das missfiel den VW-Städtern, so dass die Partie dann in der Folgezeit immer hitziger wurde, was schließlich zu zwei Feldverweisen führte. Doch Mike Reinemann behielt kühles Blut und erzielte das entscheidende 2:0. Mit der bislang besten Leistung im Turnierverlauf hatte die Nordhessen-Auswahl bereits das Tor zum Achtelfinale aufgestoßen.

Daher war das fünfte Spiel gegen den MTV Wrohm aus dem Kreis Dithmarschen nur noch Formsache. Beim klaren 6:1-Erfolg trugen sich Reinemann, Goce Malinov, Magnus Künckler, Wegendt, Eugen Wagner und Meik Schmidt in die Liste der Torschützen ein. 

Mit 13 Punkten und 13:2 Toren stand die Nordhessen-Auswahl damit als Gruppensieger fest.

Ab jetzt zählten nur noch Siege! Und den Erfolg wollte der Achtelfinal-Rivale SG Hohenaspe für sich verbuchen, dem nach dem 1:0 von Luis zwar noch der Ausgleich gelang. Aber nach Treffern von Minne und Wegendt war der weitere Weg für die Nordhessen geebnet, für die Künckler noch auf 4:1 erhöhte.

Im Viertelfinale wartete mit dem TuS Weitenfeld aus dem Westerwald ein weiterer starker Gegner auf das NRA-Team, das auch gleich in Rückstand geriet. Doch dank der Treffer von Malinov und Bazzone wurde auch diese Turnierhürde erfolgreich übersprungen.

Mit schwindenden Kräften aber frohen Mutes ging es danach ins Halbfinale, wo das Team von Fortuna Glückstadt auf die Pokalverteidiger wartete. Eine harte Prüfung für die Habedank-Helden, die sich zunächst mit letzter Kraft gegen die starken Schleswig-Holsteiner behaupten konnten. 1:1 stand es nach Spielschluss – das 9-Meter-Schießen musste die Entscheidung bringen. Bis zum 4:4 blieb weiter alles offen, ehe das NRA-Team nach einem Fehlschuss die Pokalverteidigung abhaken musste. 

Den Triumph feierten diesmal die Glückstädter, die im Finale gegen den MTV Leck mit 2:0 die Oberhand behielten. Die Nordhessen gewannen das Spiel um Platz 3 gegen den TSV Klausdorf deutlich mit 4:1 (Tore: Luis 2, Reinemann und Künckler).

„2026 kommen wir wieder, um uns den Turniersieg zurück zu holen“, erklärte NRA-Präsident Schäfer zum Abschluss der Veranstaltung. Und Trainer Habedank konnte sich über das Lob der Wolfsburger freuen, die meinten: „Ihr wart das beste Team!“ (wie)


 

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